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1984

Die Gefahren zunehmender Überwachung

Im Moment wird ja zum Glück vermehrt kritisch über die Überwachungspläne unseres Innenministers Wolfgang Schäuble diskutiert. Das freut mich. Nachdem ich dann in einer in der Bahn liegenden Ausgabe des Magazins 'Stern' ein ziemlich gutes Interview mit dem Datenschutzbeauftragten Peter Schaar gelesen habe, sehe ich noch nicht vollkommen schwarz hinsichtlich der Bürgerrechte im Deutschland des Jahres 2010.

Allerdings sind es immer wieder kleine Meldungen, die in meinen Augen nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sich im Zusammenhang mit Bürgerrechten eigentlich verdient hätten.

So findet sich auf heise.de ein Artikel darüber, dass die Polizei bei der Kinderpornojagd auf private Dienstleister setzt.

Nicht dass ich die 'Jagd' auf Kinderporno-Konsumenten und -Produzenten in irgendeiner Weise schlecht finde. Von mir aus können diese feisten Arschlöcher, die Kindern sowas antun ruhig für immer in der Hölle und bis es soweit ist im Gefängnis schmoren.

Allerdings finde ich es sehr(!!!) bedenklich, dass dafür private Dienstleister zum Einsatz kommen sollen. Das erinnert mich an die tausenden von unkontrollierbaren privaten Militär-Dienstleister, die die USA vor allem im Irak einsetzen. Die Ausführung derartiger Hoheitsaufgaben gehört nicht in die Finger von privaten Dienstleistern. Das Gleiche gilt in meinen Augen auch für die Jagd nach Kinderpornographie. Da haben private Firmen nichts verloren. Mir graut es beim Gedanken, dass bei solchen Ermittlungen private Firmen Zugang zu den persönlichen Daten von Bundesbürgern bekommen und deren Festplatten 'überprüfen' sollen.

Mir graut beim Gedanken an das Missbrauchspotential, dass sich da auftut; beim Gedanken daran, was mit jemandem passiert, der unschuldig in eine solche Ermittlung gerät und dann bei Lücken in der Geheimhaltung der entsprechenden Firmen zum Beispiel von der BILDzeitung womöglich unschuldig über dem Feuer der öffentlichen Empörung geröstet wird.

Ich finde, dass - gleich wie sehr sich momentan Bürger von Datensammel-Unternehmen ihre privatesten Daten im Rahmen irgendwelcher Kunden-Bonus-Programme aus den Reserve locken lassen - private Unternehmen in einem solch sensiblen Bereich nichts verloren haben.

Hoffen wir mal, dass die Grünen und Leute wie Peter Schaar da noch Schlimmeres verhindern können.

***
abgelegt unter 1984
6.5.07 22:14


Wolfgang Schäuble - verbitterter Haudrauf

Wolfgang Schäuble macht mir Angst. Im Gegensatz zum Terror - der macht mir keine Angst.

Jetzt will er auch noch die Unschuldsvermutung abschaffen!!

In meinen Augen ist unser Innenminister ein verbitterter alter Mann, der seit dem Attentat und der daraus verbleibenden Behinderung zu radikal ist, um die Geschicke unseres Staates lenken zu dürfen. Er gehört in Rente, wo er kein Unheil mehr anrichten kann. Dass seine Ziele Unheil sind, das wird ja zum Glück mit einiger Verzögerung auch in der SPD erkannt, so dass ich ein bisschen Hoffnung habe, dass er mit seinen Plänen keinen Erfolg hat - sonst geht's uns nämlich bald wie in Russland, wo ja neulich Kasparov verhaftet wurde, weil er seine Meinung gesagt hat...

'alles nur prophylaktisch...'

Genau die Argumentation ist, wenn es nach Schäuble geht, auch in Deutschland künftig erlaubt, um einen Bürger willkürlich seiner Rechte zu berauben.

'wer weiss, vielleicht hätte er mit der dunklen Tasche ja was schlimmes gemacht - besser wir bringen ihn erstmal in Gewahrsam'

So wird aus einem freien Land ein Polizeistaat - und zwar schneller als man gucken kann!

Pfui!

Deswegen nochmal: Schäuble muss in Rente - und das schnell!

***
abgelegt unter 1984
21.4.07 11:53


Bedenken 3 - Datenschutz für Schüler

Die KMK will anscheinend künftig gerne folgende Daten von deutschen Schülern erfassen und zentral speichern (wie auch anders):

  • die besuchte Schulform
  • die belegten Wahlfächer
  • wurde der Schüler versetzt?
  • wo ist der Schüler geboren?
  • Woher stammen seine Eltern?
  • Welche Sprache wird in der Familie gesprochen?
  • uvm.

    Das soll zwar 'anonymisiert' werden, aber jeder Schüler erhält eine 'Identifikationsnummer'... Mmmmmhhhh!?!?!?! Ich mag diese Datensammelei nicht und nun fängt man sogar schon an, Zeug über unmündige zu Sammeln. Mich würde mal ganz konkret interessieren, was genau da aus den Daten rausgelesen werden soll und ich habe Bedenken, ob das der Verbesserung der Qualität der Lehre dienen wird.

    ***
    abgelegt unter 1984
  • 30.9.06 19:39


    'herrenloser' Koffer in der S-Bahn - Hysterie 2

    Letzten Sonntag saß ich in der S-Bahn und dachte nix böses. Hatte leider nix zu Lesen mitgenommen, so dass ich einfach vor mich hingestarrt hatte. An einer Station stieg ein Mann ein mit Fahrrad. Sah ich aber zunächst nicht, denn er stieg hinter mir ein. Änderte sich aber schnell, denn er tippte mich auf die Schulter und fragte:

    "Gehört Ihnen der Koffer hier?"


    Von mir gehört, dass der Koffer, der - nun sah ich das auch - hinter mir stand, nicht zu mir gehört, fragte der Mann gleich weiter. Die Bahn war noch nicht abgefahren, so schnell ging das! Als er vom Mann schräg gegenüber von mir erfahren hatte, dass ihm der Koffer gehört und unsere offensichtlich zu Recht etwas verduzten Blicke gesehen hatte, erzählte er noch irgendetwas von wegen

    "Hab' bis vor kurzem in New York gewohnt; da ist man das gewöhnt."


    Der Depp hätte mit Sicherheit den 'Staatsschutz' gerufen, wenn die Herkunft des Koffers nicht sofort hätte geklärt werden können. In diesem Zusammenhang habe ich aber nicht vor einer Bombe Angst, sondern davor, wegen so einem übervorsichtigen womöglich 3 Stunden in so einem U-Bahntunnel festzusitzen, meine Züge/Termine/Lebenszeit zu verpassen. Davor habe ich Angst und nicht vor einer Bombe!

    Leider war ich nicht geistesgegenwärtig genug und habe ihm nicht gesagt, dass er sich das bitte gleich wieder abgewöhnen soll, was ihm die New Yorker beigebracht haben. Ich hoffe, der Kommentar des Kofferbesitzers, dass "man ja sonst am besten gar nicht mehr aus dem Haus gehen solle, wenn man sich wegen jedem rumstehenden Koffer Gedanken macht", hat den Bomb-Spotter ein bisschen in die Realität zurückgeholt. Und die heisst für mich, in Deutschland, zum aktuellen Zeitpunkt: 500 andere Todesursachen sind viel viel wahrscheinlicher für mich, als einem Bombenattentat zum Opfer zu fallen... bitte keine Hysterie - das bitte ich flehentlich alle Medien, Bürger, Politiker und sonstwen.

    ***
    abgelegt unter 1984
    28.9.06 18:12


    Oper wegen Angst abgesagt - Hysterie 1

    Die Lektüre der gestrigen Süddeutschen Zeitung hat mich wieder einmal erschüttert. Trotzdem ich vollkommen betrunken war und mir halb schlecht war vom Bahnfahren bzw. ursächlicher vom Alkohol vom Abend zuvor, kann ich nicht glauben, was ich da lese.

    In dem Interview auf Seite 13 (SZ Nr.223, Mittwoch 27.September 2006, "Es werde Licht") wird Herr Neuenfels, der Regisseur der von der Intendantin der Berliner Oper, Frau Harms, abgesagten Oper Idomeneo, zu seinem Standpunkt befragt. Und ich stimme Hans Neuenfels absolut zu in der Ansicht, dass es um die "Verteidigung des abendländischen Kulturverständnisses geht" im Fall der abgesagten Oper. Der vorauseilende Gehorsam ist wirklich ein Unding und muss sofort unterbunden werden.

    Ich finde es wichtig, dass nicht gegen das Gesetz verstossende Handlungen in Deutschland nicht wegen Terrorgefahr abgesagt werden. Die Freiheiten, die so eingeschränkt werden, haben einen viel durchschlagenderen Einfluss auf unser Leben, als es noch so viele Bomben/Attentate jemals haben könnten.

    Und wegen Zensur noch kurz auf einen Artikel von Jens Scholz zum Thema Zensur bei Google verlinken, weil das ja auch wieder ganz gut zum vorauseilenden Gehorsam passt... Und recht hat Herr Scholz, wenn er sagt, dass das die Suchmaschine für ihn unattraktiver macht - für mich trifft das genauso zu und Google sollte aufpassen, dass sie sich nicht durch solche 'Stunts' selbst schachmatt setzen.

    ***
    abgelegt unter 1984
    28.9.06 17:58


    Gestern auf heise.de: Polizei beschlagt bundesweit mehrere Tor-Server

    Heute mit Verwunderung die vielen Hits auf meine Seite gesehen, die nach der Nachricht von vorgestern gesucht haben, in der auf heise.de darüber berichtet wird, dass am 07.09. wohl bundesweit mehr als 10 Server von der Polizei beschlagnahmt wurden, von denen wohl einige sogenannte 'Tor-Exit-Nodes' waren.

    Hässlich an der Sache ist, dass die Tor-Server offensichtlich von Kinderpornographiekonsumenten genutzt wurden.

    Beruhigend dagegen, dass die Polizei, der Bundesnachrichtendienst oder jemand anderes, der den Datenverkehr überwachen will, der über das Tor-Netzwerk läuft, besondere Massnahmen ergreifen müsste und selbst dann höchstwahrscheinlich erfolglos bleiben würde. Denkbar wäre eventuell, dass die jeweilige Behörde einen eigenen Torserver als Ausgangspunkt ins Internet für Tor-Nutzer anbietet und den Traffic, der über diesen Server im Netz landet, versucht abzufangen, in dem der Reihe nach die übrigen Tor-Server über die der/die Gesuchte angezapft werden. Ob das überhaupt in der Realität durchführbar ist - momentan - das wage ich zu bezweifeln; dazu müsste noch zuviel Glück mit im Spiel sein.

    Auf jeden Fall ein Hinweis darauf, dass das Tornetzwerk mittlerweile gern genutzt wird - wenn auch von den falschen Leuten (in meinen Augen). Und wenn der erste Politiker-KommentarForderung nach Abschaffung solcher Dienst wie Tor laut wird, weil unter anderem auch Kinderpornographie-Gestörte diesen Service nutzen, dann schreie ich! Wie wäre es, Waldwege zu verbieten, denn dort können sich im Gebüsch Triebtäter auch relativ unerkannt bewegen... aber: der Ruf wird kommen fürchte ich.

    ***
    abgelegt unter 1984
    10.9.06 16:43


    heise.de: Diebstahl von AT&T-Kundendaten -> Sicherheitsrisiko Datenspeicherung

    Heute ist auf heise.de eine Meldung darüber, dass AT&T durch Hacker 19000 Kundendaten gestohlen wurden.

    Und wieder einmal bestätigt sich, dass selbst grosse IT-Unternehmen nicht vor dem Verlust von bei ihnen gespeicherten Kundendaten sicher sind.

    Die Speicherung von Kundendaten stellt offensichtlich ein erhebliches Risiko dar, was deren 'Verlust' durch Datendiebstahl angeht. Und da drängt sich mir die Befürchtung auf, dass derartige Diebstähle auch problemlos im Rahmen der angehenden verstärkten SicherheitsÜberwachungsmassnahmen in Deutschland möglich sein werden und auch geschehen werden. Nun kann sich jeder fragen, welche seiner Daten er im Zweifelsfall lieber nicht veröffentlicht sehen würde; und ich habe so einige Daten, die zwar nichts mit illegalem Handeln zu tun haben, die ich aber dennoch nicht in den falschen Händen wissen möchte. Ich bin mir sicher, dass es Dinge gibt, die jeder am Telefon sagt, Orte, an denen man gewesen ist, Seiten, die mancher im Internet besucht und Emails, die jemand geschrieben hat, die der- oder diejenige lieber nicht veröffentlicht sehen möchte. Es dürfte kaum jemanden geben, der für alle der genannten Fälle sagen kann: "Kein Problem! Das darf jeder wissen."

    Und genau dieses Wissen kann aber, wenn zukünftig immer mehr Daten gespeichert werden, die in die Privatsphäre jedes einzelnen fallen, durchaus seinen Weg in die Öffentlichkeit finden. Wie man im Fall von AT&T sieht, muss nur jemand clever genug sein und in den Bereich eindringen, wo diese Daten hinterlegt sind und schon hat er Zugriff auf 19000(!) Kundendatensätze - oder mehr. Und wenn dies mit Kreditkontendaten möglich ist, die ein erhebliches finanzielles Problem verursachen können, dann muss man nicht lange überlegen, wie viel sicherer private Kommunikationsdaten aufgehoben sind bei den Providern; um deren Sicherheit ist es mit Sicherheit noch schlechter bestellt.

    Darum unterstütze ich Leute wie die Macher von Stop 1984 - auch wenn sogar meine Eltern, die ich für intelligenter als mich halte, die Auffassung vertreten, dass nur der etwas gegen umfangreiche Datenspeicherung und weitgehende Überwachung hat, der etwas zu verbergen hat.

    Welche Gefahr vom Bekanntwerden auch nicht mit einer illegalen Handlung verbundenen Daten ausgeht, kann man sich leicht ausmalen, wenn man sich vorstellt, was die Bildzeitung tagtäglich aus den grösseren und kleineren charakterlichen Schwächen der A-, B- und C-Prominenz macht...

    Ich bin weiterhin standhaft dagegen Kommunikations- und Bewegungsdaten zu erheben und vor allem zu speichern, die nicht für Abrechnung oder ähnliche Zwecke benötigt werden. Darüber hinaus sollten notwendige Daten gelöscht werden, sobald sie nicht mehr benötigt werden, um das Risiko möglichst gering zu halten, dass diese Daten Jemandem in die Hände fallen, in dessen Hände sie nicht gehören!

    [edit]
    Und im Heise-News-Forum schreibt dann 'Verfemmnemmbemm' sehr treffend zu diesem Thema:

    Und die Anti-Terror-Datei ist aber ganz sicher hacksicher, huh?

    Das ist sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Aber mit der VDS und dem ganzen anderen Kram kann man dann wenigstens nach den Tätern fahnden. Falls die nicht sogar ein paar relevante Eintragsänderungen vorgenommen haben, damit die Daten in die "richtige" Richtung weisen.

    So kann man auch Existenzen zerstören.

    Ich weiß, unwahrscheinlich. Wie der Bau einer Mauer, die ein Land in zwei Hälften teilt. Oder dass jemand zwei Hochhäuser mit zwei Flugzeugen innerhalb von zwei Stunden zu Trümmerbergen macht. Oder dass ein Polizist durch eine geschlossene Wohnungstür feuert und ein Unschuldiger dabei stirbt. Oder das ein Kind 10 Jahre lang in einem kleinen Zimmer gefangengehalten wird. Oder dass es einen Gott gibt und der sogar schon hier heimlich rumläuft als sacred agent. Oder dass der sogar dieses Posting hier schreibt.

    Aber nach menschlichem Ermessen nicht unmöglich.


    *
    abgelegt unter 1984
    30.8.06 11:50


    VDI-Nachrichten: 'Bundesinnenminister fordert mehr Kameras in der Öffentlichkeit

    Gleich auf der Titelseite der heutigen VDI-Nachrichten die ulkige Nachricht, dass unser Innenminister Wolfgang Schäuble mehr Kameras in der Öffentlichkeit fordert. Begründen tut er das, wenn man dem Artikel glauben schenken darf, damit, dass die Videoaufnahmen von den beiden gescheiterten Bombenbastlern von Köln "entscheidende Ermittlungsansätze" geliefert hätten. Das mag ja noch sein, aber dass die Videoaufnahmen "sehr gut" sind, da bin ich aber anderer Meinung. Ich habe mir die Filme auf der Seite des Bundeskriminalamtes angesehen und ich finde die Qualität ist haarsträubend schlecht und lässt kaum Rückschlüsse auf die abgebildeten Person zu. Geschlecht, Statur, Haarfarbe, Kleidungsart und Kleidungsfarbe - das reicht in meinen Augen allenfalls für eine grobe zeitnahe Fahndung. Um anhand der Aufnahmen aber jemanden zu identifizieren zu können, dafür sind die Aufnahmen einfach zu unscharf. Wie ein Richter dies sieht, das weiss ich nicht, aber ich würde mir anhand der veröffentlichten Aufnahmen keine Identifikation einer bestimmten Person anmaßen.

    Guter Punkt im VDI-Artikel dann auch noch: "Big Brother erstickt in der Datenflut"

    ...kann ich mir vorstellen. Je mehr Überwachung man einrichtet, desto mehr Personal braucht man, um das gesammelte Material zu sichten und desto mehr Lohn muss man diesen Leuten bezahlen. Zwar wird der Antiterrorkampf ja seit 2002 von den Rauchern mit ein paar Milliarden mitfinanziert. Ganz reichen dürfte das aber trotzdem nicht und so wird die ganze Aktion wohl darauf hinaus laufen, dass eben nicht alles Material gesichtet und bewertet werden kann - jetzt schon. Wie das erst mit noch viel mehr Überwachung sein wird, das kann man sich vorstellen: eher schlechter, denn Sparen muss der Staat ja jetzt schon. Und dass zugunsten der Überwachung an der Bildung gespart wird, das müssen wir hoffentlich nicht erleben.

    *
    abgelegt unter 1984
    25.8.06 17:06


    Vielleicht mehr Überwachung aber bitte auch mehr Kontrolle dieser Überwachung

    Sehr treffend finde ich anlässlich der aktuellen Debatte um mehr Überwachung und verstärkte Sicherheitsmassnahmen in Deutschland den Kommentar von Annette Ramelsberger mit "Kontrollierte Sicherheit" in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung [Süddeutsche Zeitung Nr. 192, Dienstag 22. August 2006, Annette Remelsberger, "Kontrollierte Sicherheit", Seite 4].

    Sie verweist sehr richtig auf die auch in meinen Augen momentan vernachlässigte Debatte um die Kontrolle der Staatsorgane im Zusammenhang mit ausgeweiteten Sicherheitsmassnahmen und verstärkter Überwachung. Sehr gut fasst sie die Defizite in diesem Bereich folgendermassen zusammen:

    Wer die Sicherheit in Deutschland erhöhen will, muss nicht nur ein paar Kameras aufhängen, der muss sicherstellen, dass die Verantwortlichen Rechenschaft über ihre Arbeit ablegen. Regelmässig, profund und belastbar.


    Dem habe ich nichts hinzuzufügen, bedanke mich für den weitsichtigen Kommentar und hoffe, dass sich die zuständigen Volksvertreter dies zu Herzen nehmen.

    *
    abgelegt unter 1984
    22.8.06 10:41


    Im Radio: Herrenloser Schulranzen löste Terroralarm aus

    Heute morgen kurz vor dem Radiowecker aufgewacht und deswegen bei vollem Bewusstsein die 7-Uhr Nachrichten mitbekommen. Der lokale Nachrichtensprecher verliest vor Beginn die Schlagzeilen der folgenden Nachrichten:

    ...
    Herrenloser Schluranzen löste Terroralarm am Rasstatter Bahnhof aus.
    ...


    Und das ist dann wieder so ein Fall, bei dem ich mich frage, ob man das wirklich Terroralarm! nennen muss, oder ob es nicht ein einfaches 'Bombenalarm' auch getan hätte. Aber 'Terror' passt ja so gut zur aktuellen Stimmung und suggeriert passenderweise gleich auch noch, dass er (der Terror) auch schon im beschaulichen Baden angekommen ist; und das wiederrum ist ein passender Anlass um auch die lokale Zuhörerschaft im Bezug auf Terrorangst in Stimmung zu halten. Das wäre ja noch schöner, wenn man den Terror zur Abwechslung mal nicht als 'globalen Krieg' sehen würde, sondern als jeweils lokale Einzelereignisse, die auf einer grossen Welt wie der unseren nun mal auch vorkommen.

    Bombenanschläge und Attentate gab es schon immer in der Geschichte der Menschheit und ich weigere mich standhaft 'den Terror' als etwas Neues und vor allem Aktuelles anzuerkennen. Daran ändert dann auch ein herrrenloser Schulranzen im Rasstatter Bahnhof nichts, wegen dessen Herrenlosigkeit der komplette Bahnhof für 2 Stunden gesperrt wurde...

    Manchmal denke ich, man will uns einfach nur einlullen - wer Angst vorm Bombenkoffer im Bahnhof hat, dem sind Erderwärmung, politischer Klüngel, Lobbyismus, usw. wurscht.
    18.8.06 08:13


    Britische Polizei fordert 'Mittel' gegen verschlüsselte Beweise - Aufhebung der Unschuldsvermutung?

    Vorhin auf heise.de noch einen Artikel über die Probleme der britischen Polizei mit Verschlüsselung gelesen und wenn es nicht wahr wäre, dann könnte man glauben, man sitzt im falschen Film. Wenn man eine verschlüsselte Datei besitzt und die Polizei deren Inhalt erfahren möchte, soll man - "sofern man nicht nachweisen kann, dass man den Schlüssel nicht aushändigen kann" - für 6 Monate ins Gefängnis!

    Das passt so gut zu dem, was ich letzten Freitag über den Terror in London geschrieben habe, dass ich am liebsten weinen möchte. Der entsprechende Artikel auf ard.de auf den ich zu diesem Zeitpunkt verwiesen hatte, wurde zwischenzeitlich geändert, allerdings habe ich zum Glück zitiert. Herr Reid hat den Europarat für seine Verteidigung der Menschen- und Bürgerrechte gegen das scharfe Vorgehen der Terrorbekämpfer kritisiert.

    Die Terrorbekämpfer sollen sich gefälligst nicht auch noch um Menschen- und Bürgerrechte scheren müssen; dazu kommen dann verschiedene 'kleinere Massnahmen' wie eine 6-monatige Haftstrafe für Leute, die den Schlüssel zur Entschlüsselung einer Datei nicht mehr beibringen können.

    *ironie*Ich finde, das geht alles noch nicht weit genug. Man sollte auch mal zärtlich und vorsichtig 'gewisse körperliche Druckmittel' anwenden dürfen, um bei Gefahr bzw. Bedarf fehlende Informationen ergänzen zu können...*ironie*

    Natürlich: irgendwie muss der Staat ja schon Verbrechen bekämpfen dürfen - aber doch bitte nicht mit den gleichen Mitteln, wie sie von den Verbrechern angewendet werden. Noch ist das nicht so, aber ich bekomme den Eindruck, dass sich diverse Regierungen mit ihrer derzeitigen Gesetzgebung (und auch ohne!) auf diese Gleichheit der Mittel zubewegen. Und das ist nicht richtig. In so einer Zukunft möchte ich nicht leben.

    All die scharfen Innenminister, Ermittler, Politiker und Terroristenjäger vergessen dabei nämlich einen schwerwiegenden Faktor: den Faktor Mensch. Missbrauch kommt vor und Irrtümer ebenfalls. Und je weitreichender die Befugnisse der Staatsgewalt in das Privatleben bzw. die bei uns in Europa (noch) bestehenden Menschen- und Bürgerrechte eingreifen, desto gefährlicher wird dieser Faktor.

    Zumal auf Seiten der Gesetzgeber fast ausschliesslich von der Anwendung der entsprechenden Befugnisse gesprochen wird, aber nicht von wirksamer Kontrolle derselben.

    Volker Pispers hat das sehr schön ausgedrückt in einer Aufzeichnung seines Programmes "Bis Neulich - das gesamte Programm", das der WDR ausgestrahlt hat:

    Der Fingerabdruck muss in den Personalausweiß! Der Otto Schily hat gesagt "Der Becktstein hat Recht." Wir sollen uns nicht anstellen mit dem Datenschutz; die Spanier hätten den Fingerabdruck seit über 30 Jahren im Personalausweiß.
    Und das stimmt - das hat der General Franco noch eingeführt... Schilys grosse Vorbild. Is' in Spanien blöd gelaufen. Hat'n Diktator eingeführt, is' 'ner Demokratie in die Hände gefallen.

    Schily macht das lieber umgekehrt.

    [Quelle: Volker Pispers in einer Aufzeichnung des WDR ca. 2004]


    Und genau mit dem letzten Satz, da drückt Herr Pispers wieder einmal so herrlich aus, was ich bei der ganzen künstlich geschürten Terror-Hysterie und dem Aktionismus gegen selbigen fürchte: das die ganzen eingeführten Gesetze und Bestimmungen irgendwann von jemandem ausgenutzt werden, der ähnlich schamlos wie der Berlusconi ist.
    15.8.06 21:44


    Bitte Abwarten was die Bezeichung Terror im Zusammenhang mit den Ermittlungen in London betrifft

    Meine einzige Bitte an alle Medien ist die: Bitte geht mit den Begriffen 'Terror' und 'Angst' im Zusammenhang mit den Ermittlungen (!) in London so lange sparsam um, bis tatsächlich ein eindeutiges Ermittlungsergebnis vorliegt. Bis jetzt ist ja noch nicht mal bekannt, ob das Vorhaben der Verhafteten Personen überhaupt Aussicht auf Erfolg gehabt hätte.

    Bis dahin möchte ich keine Spekulationen, keine Rufe nach Gesetzes-Verschärfungen (seien es schärfere Kontrolle 'des Internet' oder schärfere Kontrollen auf Flughäfen) und keine medial angefachte 'Terror-Angst' sehen oder hören.

    In seinem Kommentar im heise.de-Leserforum zitiert 'FrankyFourFingers einen Artikel auf tageschau.de, in dem es unter anderem heisst:

    Britische Medien berichten, die Sicherheitslage habe sich "am späten Mittwoch Abend zugespitzt". Innenminister Reid hatte allerdings schon Stunden bevor die vereitelten Anschlagspläne bekannt wurden schärfere Gesetze angekündigt. In einem Vortrag kündigte er ein striktes Vorgehen an, ohne ins Detail zu gehen. Er kritisierte unter anderem die Opposition und den Europarat dafür, die Menschen- und Bürgerrechte gegen das scharfe Durchgreifen der Terrorbekämpfer zu verteidigen.


    Und in diesem Absatz steckt der mir mehr als Terror Angst machende Halbsatz mit den (nun notwengigen?!?!?) 'schärferen Gesetzen'. Welcher Art, das kann man sich vorstellen, wenn Herr Reid den Europarat dafür kritisiert, 'die Menschen- und Bürgerrecht gegen das scharfe Durchgreifen der Terrorbekämpfer zu verteidigen!!!

    Komisch, dass mir hier gleich wieder der brasilianische 'Kollateralschaden' einfällt, der vor kurzem wegen Terrorgefahr in der Londoner U-Bahn erschossen wurde. Sollen die 'Terrorbekämpfer' nun zukünftig einfach machen dürfen, was sie für richtig halten ganz ohne Rücksicht auf Menschen- und Bürgerrechte?

    Wenn ich so was lese, dann habe ich Angst. Weniger vor Terror, sondern mehr davor, dass sich die Regierenden weltweit langsam aber sicher Befugnisse verschaffen, die Bürger- und Menschenrechte im Einzelfall völlig wertlos machen. Davor habe ich Angst.

    Zum Abschluss erlaube ich mir noch, einen weiteren Kommentar von Fripo im heise-Leserforum zu zitieren, der sich mit dem Sprengstoff beschäftigt und ein paar sehr berechtigte Fragen aufwirft:


    Nach einschlägigen Informationen aus meiner Uni-Bibliothek, ist es schwer möglich, den lt. ARD-Angaben angeblich verwendeten Sprengstoff, TATP, zu lösen, ohne dabei die Brisanz einzubüßen.

    Eine Alternative, die nötigen Grundstoffe zur Darstellung, welche in der Tat flüssig vorliegen, zu verwenden, um dann an Bord der Flugzeuge den Sprengstoff "in Echtzeit" darzustellen, scheitert am benötigten Zeitaufwand. Insbesondere, weil es sich um einen Prozess in wäßrigem Medium handelt, und der Sprengstoff daher zunächst intensiv getrocknet werden muss.

    Aufgrund der geringen Brisanz ist IMHO auch eine Initialzündung nicht hilfreich, um ein gelöstes oder nasses Produkt zur Detonation zu bringen.

    Daher stellen sich mir folgende Fragen:

    - Waren die Terroristen zu dumm, die Brauchbarkeit der Sprengsätze vor der Tat auszuprobieren und haben daher eine unwirksame, gelöste Substanz mitgenommen?

    - Ist die Information in der Tagesschau falsch, und es handelt sich in Wirklichkeit nicht um TATP, sondern um das jedem Kind bekannte "Nitroglycerin" (Glycerintrinitrat bzw. Derivate und ähnliche Nitratester), welche neben der leichten Darstellbarkeit flüssig vorliegen oder

    - Sollte man hier den Verschwörungstheorien nähere Betrachtung schenken, dass die ganze Geschichte frei erfunden ist oder zumindest künstlich deutlich hochgepusht wurde?

    Das würde mich auch deutlich interessieren.


    Und mich auch.
    11.8.06 08:52


    AOL bietet Suchanfragendaten zeitweise zum Download an

    Auf heise.de hatte ich zum ersten Mal davon gelesen, aber die richtige Dimension dieser Ungeheurerlichkeit, die sich AOL da geleistet hat, wurde mir erst bei Lesen von Ben Schwans Mediendschungel-Beitrag "AOL haut den Datenschutz-Lukas richtig bewusst.

    Da kann man mal wieder sehen, dass das mit dem Datenschutz und der Privatsphäre wirklich kein Gag ist und keine Paranoia. Wer glaubt, dass die Daten sicher sind, die er über seinen Provider los wird, der hat sich sehr geschnitten. AOL hat es Leuten, die sich für die Interessensgebiete ihrer Mitmenschen interessieren und damit private (meist vermutlich nicht so schlimm - mal abgesehen vielleicht von Stalkern) und vor allem kommerzielle Ziele verfolgen zwar extrem leicht gemacht mit der Veröffentlichung der Suchabfragen. Aber auch für die übrigen Provider lassen sich ähnliche Szenarien problemlos vorstellen.

    Es genügt, dass eine Datenbank mit den IP-Adressen eines Providers ins Internet 'leckt' und gleichzeitig eine Datenbank mit Suchabfragen nebst zugehöriger IP verfügbar ist (was vermutlich ebenfalls zu beschaffen sein dürfte - sei es als Betreiber eins Proxy) und schon hat man die gewünschte Personalisierung der intimen Bedürfnisse von Leuten, die im Internet surfen.

    Krankenkassen könnten sich dafür interessieren, nach was ihre Kunden so im Bezug auf Gesundheit suchen; Versicherungsunternehmen und Banken interessieren die Vermögensverhältnisse; Spammer nehmen jegliche Interessen und ihre Massenmails; missliebige politische Gegner liessen sich problemlos diskreditieren, genau wie missliebige geschäftliche Gegner (wer sich das Echo auf Mel Gibsons geistigen Ausfall letzte Woche in Erinnerung ruft, der weiss, was ich meine); und auch für fanatische Anhänger eines Glaubens kann ich mir jede Menge unangenehmer Betätigungsfelder für missliebige Internetbewegungen ausdenken.

    Man sollte sich ehrlich fragen, ob man alles und jedes, wonach man im Internet sucht, frei für jeden (!) verfügbar machen will. Und ich gehe davon aus, dass die meisten Menschen, lieber nicht alles(!) von sich für alle Welt Preis geben würden.

    Der Fall AOL ist ein ganz grosses Argument dafür, dass der Gesetzgeber, die Privatsphäre der Internetnutzer stärker schützen sollte - anstatt persönliche Daten, die bei Nutzung des Internets anfallen, in weit stärkerem Ausmass zu protokollieren, was gerade vorbereitet wird.

    Und ausserdem ein ganz grosses Argument dafür, sich selbst um seine Privatsphäre zu kümmern: möglichst wenig persönliche Daten freiwillig angeben, Torpark zum Surfen nutzen, Datenschutzrechtlich unproblematischere Alternativen zu Google, AOL oder Yahoo nutzen (z.B. anonymisierte Suche über Torpark-Host, Scroogle Scraper).
    10.8.06 20:21


    Bootsektor-Blog: gestern gefunden

    Gestern habe ich im Blog von 'Werbeblogger' Patrick Breitenbach einen Link auf den Blog Bootsektorblog gesehen. Toller Blog und unbedingt verlinkenswert. Die Beiträge sind zwar angesichts des jeweiligen Themenumfangs kurz, aber sehr inspirierend und sprechen mir aus der Seele.

    Darüber hinaus sind sie auch noch einfach witzig, schön ironisch und auf den Punkt genau geschrieben, wie man an dem Beispiel über den Dell-Porno-Blog sehr schön sehen kann.

    ...ich hab das in die Kategorie 1984 einsortiert, weil viele der Themen im Bootsektorblog sehr schön die neuesten Überwachungshits kommentieren.

    (leider sieht man die Kategorien nicht direkt am jeweiligen Beitrag, aber das wird myblog.de wohl demnächst ändern, vermute ich - bis dahin halt diese 'BETA'-Version links, die mich vom Funktionsumfang her noch nicht voll überzeugt)
    10.8.06 09:02


    Neue Version von 'Torpark' ist da

    Seit kurzem ist die neue Version V.1.5.0.6 des Stand-Alone-Browsers Torpark zum Download erhätlich. Dieser mobile Browser auf Basis des von Firefox und anonymisierendem Tor-Netzwerk hat mich in den letzten Wochen mehr und mehr überzeugt. Er lässt sich bequem auf einem USB-Stick mitnehmen und bietet einen relativ sicheren Schutz der eigenen Identität, indem er die IP-Adresse des Nutzers verschleiert und dem Benutzer erlaubt über die Tor-Server Adressen von Tor-Server-Betreibern zu surfen. Die dabei genutzte IP ändert sich häufig, so dass selbst bei einem 'faulen Ei' unter den Servern die Anonymität doch hinreichend gewahrt bleibt. Ausserdem ist das Netzwerk durch vermutlich fortwährend neu hinzu kommende Server-Betreiber meinem Eindruck nach deutlich gewachsen, was sich in einer für mich deutlich schnelleren und komfortablen Geschwindigkeit beim Bewegen im Internet äussert. Sehr zu empfehlen.
    8.8.06 10:49


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    über mich - about me
    Ich bin 31 Jahre alt, Langzeitstudent, studiere Maschinenbau und habe soeben meine Diplomarbeit begonnen. Ich interessiere mich sehr für schöne & künstlerische Dinge - sei es Design, Malerei, Photographie oder Architektur. Ich zeichne, photographiere und gestalte selbst, wenn auch nicht oft.

    Maschinenbau habe ich eher aus der Erwägung heraus angefangen, dass man als mittelmässiger Künstler wenig bis gar kein Geld, als mittelmässiger Maschinenbauer aber mittelmässig Geld verdient; für Kunst gibt es keine objetiven Kriterien, die einem für eine bestimmte Qualität einen bestimmten Lohn sicherstellen - für Maschinenbau sehr viel eher.

    Auch wenn es sich vielleicht komisch anhört, kommt mir die Anonymität dieses Blogs sehr gelegen, denn sie erlaubt es mir, relativ frei zu schreiben und mit diesem Blog vielleicht einen kleinen Beitrag zum Umdenken auf Gebieten leisten zu können, die mir in unserer Gesellschaft wichtig sind.

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