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Politik

Mehdorn, Oettinger, Tiefensee, usw....

Wenn ich die momentane Entwicklung der Bahnprivatisierung mitverfolge bekomme ich einen dicken Hals dass es kracht. Da wird Eigentum der deutschen Bevölkerung (das Gleisnetz) für ein Butterbrot an die zukünftige Deutsche Bahn AG verschenkt. Zwar 'nur' für 15 Jahre, aber dass die Bundesrepulik nach Ablauf der 15 Jahre das dann nötige Kleingeld parat haben dürfte, ist in meinen Augen zumindestens zweifelhaft. Die Vorteile, die sich für die Allgemeinheit ergeben sehe ich nicht; die für die privatisierte Bahn nehmen sich da deutlich grösser aus.

Meine Freundin hat es heute mittag ganz schön formuliert: 'dass die nichts gelernt haben aus den schon gelaufenen Privatisierungen!?!?!'

Tja... gelernt wohl schon vermute ich - nur die falschen - nämlich das Management der DB AG: mit einem zugehörigen Netz lässt sich noch eine ganze Zeit lang komfortables und lukratives Quasi-Monopol erhalten (vgl. Deutsche Telekom mit dem Telefon-Festnetz, die deutschen Strom- und Gasversorger mit ihren Leitungen und das gleiche Spiel in anderen Ländern ebenfalls).

Ich vermute die Lobbyarbeit der Deutschen Bahn war spitze und das Rückrat unserer zuständigen Politiker mangelhaft (Tiefensee und Vorgänger).

Pfui Scheisshaufen!

Ich bin dabei einen Brief an Mehdorn zu schreiben, dass er gefälligst die Finger vom Schienennetz lassen soll, wenn er nur einen Funken Anstand bzw. Sinn für das Gemeinwohl hat...

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29.7.07 21:09


Was Oettinger falsch gemacht hat

Ich werde den Eindruck nicht los, dass viele Leute noch nicht verstanden haben, was Oettinger politisch gesehen falsch gemacht hat bei seiner Rede zu Filbingers Tod. Und zwar ist das meiner Meinung nach folgendes:

Ministerpräsident Oettinger hat schlicht und einfach nicht die politische Befugnis oder - um es anders auszudrücken - nicht die erforderliche Autorität. Er darf nicht entscheiden, ob Filbinger "ein Nationalsozialist war" oder nicht. Das kann er für sich selbst entscheiden, aber er befand und befindet sich nicht in der Lage, die Entscheidung stellvertretend für andere zu treffen.

Das hat er nicht erkannt und das hat ihn fast sein Amt gekostet. Leider haben ihm da seine Parteigenossen der schwäbischen CDU noch viel zu lange das Wort geredet, die wohl auch nicht verstanden haben, warum so ein Aufruhr durch Deutschland ging... Schön, dass dieses Thema in Deutschland noch so wichtig ist. Das macht mir Hoffnung.

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abgelegt unter Politik
23.4.07 20:40


Der neue Kolonialismus von England & USA

Grossbritannien und die USA, falls es jemand noch nicht gemerkt haben sollte, gehen gerade verstärkt einem neuen Kolonialismus nach. Das äussert sich dann zum Beispiel darin, dass neulich ein Mitglied der britischen Regierung (? - wer weiss ich nicht mehr) in der Zeitung mit dem Satz zitiert worden ist, "das britische Militär würde sich schonmal auf einen längeren Einsatz im Irak vorbereiten."

Ganz ehrlich: kann mir mal jemand ernsthaft verraten, was die amerikanischen und englischen Soldaten dort noch verloren haben, im Irak? Die Demokratie in dieses 'gottlose' Land bringe? Von Leuten, die selbst demokratische Grundrechte 'feindlicher Kämpfer' mit den Füssen treten?

Denken die Strategen der beiden Nationen im Ernst, das nimmt ihnen jemand ab, dass sie Heil und Segen in dieses Land bringen wollen?

Jeder neue Tag macht mich aufs neue wütend über diese dreiste Lügnerei und die dreiste Art und Weise sich in einem Land dauerhaft zu installieren, an dessen Bodenschätzen man grosses Interesse hat!

Das Gleiche gilt für den Iran. Da wird dem Iran z.B. in der gestrigen Zeitung 'völkerrechtswidrige' Politik vorgeworfen. Da kommt mir die Galle hoch, wenn ich das von Leuten höre, die gleichzeitig die Verletzungen des Völkerrechts einer Menge anderer 'Vorzeigestaaten' der Globalmacht als deren unantastbares Privatinteresse ansehen (Russland, USA, China, etc.).

Auch wenn ich persönlich keine Lust darauf habe, dass auch noch der Iran mit Atomwaffen ausgestattet ist, stelle ich mir die naheliegende Frage, warum ausgerechnet die Länder, die schon solche Waffen haben, sich anmassen mit dem Finger auf die Länder, die solche Waffen wollen, zu zeigen und zu sagen 'Ihr nicht!' Wo ist der grosse Unterschied? Ich traue der US-amerikanischen Regierung mittlerweile einen Atomschlag zu, wenn ich die Art und Weise miterlebe, mit der sich die Regierung dieses Landes um die Menschenrechte und die politischen Gefplogenheiten schert - nämlich gar nicht in meinen Augen. Gleiches gilt für Russland und China und weitere Staaten.

Und da soll der Iran plötzlich mit gutem Beispiel vorangehen und sowas nicht machen?!?!?

Wenn's nicht so schlimm wäre, würde ich lachen, so absurd ist das.

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abgelegt unter Politik
12.4.07 15:31


Die Geiseln des Iran & die Geiseln Amerikas

Gestern im lokalen Meinungsmonopolisten der Zeitungen einen Kommentar auf Seite 1 gelesen, in dem das Verhalten des Iran kritisiert wurde. Es sei völkerrechtswidrig, die britischen Soldaten würden ohne diplomatischen Beistand festgehalten usw.

Mein erster Gedanke: das ist doch genau das, was die Bush-Regierung, die momentan für die politischen Geschicke der Vereinigten Staaten von Amerika veranwortlich ist, auch mit den Häftlingen in Guantanamo tut. Heute meldet sich dann auch noch Bush zu Wort und bezeichnet die Leute als Geiseln und hat sicher schon Pläne in der Tasche, um den Iranern mal ordentlich eins auf den Sack zu hauen.

Da ist meine ehrliche und volle Überzeugung: es gibt keinen Unterschied. Das Verhalten der Amerikaner ist eher noch schlimmer, denn sie haben Insassen von Guantanamo sogar noch entführt, um sie gefangen zu setzen; sogar ohne dass diese ihre Hoheitsgebiete verletzt hatten. Der einzige Unterschied liegt in der Selbstdarstellung der Amerikaner bzw. Iraner. Die US-amerikanische Regierung versucht nämlich auch noch den Eindruck zu erwecken, als wäre das alles noch zum Wohl der Erdbevölkerung. Wobei ich das mal gerne mit Bush selbst ausdiskutieren würde, wie es mit der Demokratie und dem Gedanken einer freiheitlichen Gesellschaft vereinbar ist, wenn manchen Menschen ohne Einhaltung der gesellschaftlichen Grundordnung und der Menschenrechte einfach die Freiheit entzogen wird und diese als rechtlose Individuen ihr Dasein in rechtsfreien Gefängnissen fristen.

Alter Satz, der einer der Pfeiler meiner Wertmasstäbe ist und der von meiner Oma stammt:

Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch keinem and'ren zu.

Und das gilt für die Atomwaffen, die Amerika hat und die andere Länder nicht haben sollen (mit welchem Recht wird anderen Ländern eine Technologie verweigert, die man selbst eingesetzt hat und besitzt?). Und das gilt auch für Geiseln und Gefangene, die ohne Rechtsbeistand festgehalten werden (oder wo ist jetzt nochmal - abgesehen von der Definition 'feindlicher Kämpfer' der Regierung Bush - der Unterschied zwischen den britischen Soldaten und den angeblichen Al-Kaida-Kämpfern?).

Wer zweierlei Mass an sich und an andere anlegt, der hat in meinen Augen das Recht zu urteilen verwirkt. Was die Regierung Bush an Rechten und Vorgehensweisen für sich selbst in Anspruch nimmt, das soll sie bitte schön auch allen (!) anderen zugestehen. Sonst sind die Bemühungen um eine Weitergabe der 'Demokratie' und ihrer Werte an andere Länder dieser Erde eine scheinheilige und nutzlose Angelegenheit.

"Wasser predigen und selbst Wein trinken..." (gilt auch für CO2 und so vieles andere; bei dem schönen Wetter habe ich keine Lust habe, das alles aufzuschreiben).

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abgelegt unter Politik
1.4.07 13:25


Klimawandel... wo sind die absoluten Zahlen?

Was ich jeden Tag von Neuem in der Zeitung vermisse, wenn es um den deutschen Anteil an der anvisierten Reduktion des CO2-Ausstosses europäischer Länder geht, sind absolute Zahlen. Irgendwie stimmt mich das misstrauisch. Jeder Politiker, der sich zugunsten Deutschlands zu diesem Thema äussert, betont, dass Deutschland seinen Co2-Ausstoss seit dem Beschluss um 15 Prozent (in der Grössenordnung liegt das glaube ich) reduziert hat, wohingegen alle anderen Länder seitdem nicht weniger sondern mehr CO2 ausstossen.

Was ich da allerdings gern wissen würde: wie hoch ist denn der gesamte CO2-Ausstoss aller Länder? Denn von einem (im Extremfall) riesigen CO2-Ausstoss aufgrund von katastrophalen Bedingungen in Hinsicht auf Engergieverbrauch kommt man natürlich leichter runter als von einem CO2-Ausstoss, der aus sehr effektiven Produktions- und Lebensbedingungen herrührt.

Das heisst, der CO2-Ausstoss sollte auch mal in Relation zu den länderspezifischen Verhältnissen gesetzt werden und nicht nur die prozentuale Reduktion selbst betrachtet werden. Könnte nämlich sein, dass Deutschland dann auf einmal gar nicht mehr so toll dasteht... das weiss ich nicht, würde es aber gerne in der Zeitung lesen und aus Politikermund hören... bin gespannt, wann das mal jemand sagt.

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22.2.07 17:52


Angela Merkel bzw. Fähnchen im Wind

Aussenpolitisch habe ich vor dem diplomatischen Geschick von Frau Merkel, das sie selbst oder die von ihr ausgesuchten Berater an den Tag legt/legen, höchsten Respekt. Das vorab, um dem Eindruck vorzubeugen, dass ich rein gar nichts schätze, das sie im Rahmen ihres Amtes für Deutschland tut.

Aber in punkto innenpolitischer Richtungsgebung halte ich überhaupt nichts von dem, was sie im Bezug auf Umweltpolitik tut. Und Umweltpolitik ist wichtig, auch wenn das noch scheinbar viele in Politik und Gesellschaft noch nicht so sehen.

Ich konnte das 'Nein' gegenüber Massnahmen, die langfristig der Erhaltung unserer Umwelt dienen, aus dem Mund Frau Merkel schon nicht leiden, als es um die Einführung der Ökosteuer ging und ich kann es jetzt noch viel weniger leiden. Denn ihre Haltung ist in dieser Hinsicht meinem Eindruck nach nicht von persönlicher Überzeugung aufgrund einer eigenen Meinungsbildung, sondern von dem schädlichen Eindruck der Lobbyisten geprägt. Das war bei der Ökosteuer so und ist jetzt vor dem Hintergrund der Debatte über den CO2-Ausstoss von in Deutschland produzierten Automobilen immer noch so.

Kürzlich schrieb ich darüber, wie sehr es mich freut, dass Frau Merkel 2 Tage vor Bekanntgabe des Klimaschutzberichtes im Sinne der deutschen Autohersteller gegen die Begrenzung des CO2-Ausstosses gewettert hat. Und nun rudert sie zurück und wird in der Zeitung von gestern mit der Forderung zitiert, die deutsche Autoindustrie müsste sparsamere Fahrzeuge entwickeln. Ja was denn nun? Und diese Wankelmütigkeit gefällt mir gar nicht. Die heisst für mich nämlich, dass ihre Aufregung über die Pläne der EU-Kommission, den CO2-Ausstoss zu begrenzen, gar nicht vernünftig begründet waren. Sonst müsste sie jetzt nicht das Gegenteil fordern. Und diese fehlende Begründung deute ich so, dass ihr die warnenden Worte vor der Begrenzung des CO2-Ausstosses ein (paar) 'Vögelchen' aus Auto- und Kraftstoffindustrie zugezwitschert haben. Und das finde ich für die politische Führung unseres Landes vollkommen fehl am Platz.

Ich hoffe, das lässt sie in Zukunft bleiben.

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13.2.07 20:09


Bundeskanzlerin Merkel und die Autolobby

Nachdem Angela Merkel ja letzten Donnerstag so vollmundig für die Automobilindustrie gekämpft hat und eine Begrenzung des CO2-Ausstosses auf 120 Gramm Kohlendioxid pro 100 Kilometer als inakzeptabel abgelehnt hat, kam dann am Freitag der Klimaschutzbericht und ich war ein kleines bisschen schadenfroh. Schadenfroh, weil sie sich so offensichtlich zu weit aus dem Fenster gelehnt hat mit dieser Lobbyansprache.

Die Autoindustrie fürchtet um Arbeitsplätze und die Politik fürchtet mit. Allerdings werden vermutlich viel mehr der (vorgeblich) bedrohten Arbeitsplätze wegfallen, wenn Deutschland weiterhin Autos baut, die so energiehungrig sind, dass binnen kurzem die Energieträger zum Betrieb dieser Autos so teuer sind, dass sie sich niemand mehr leisten kann oder sogar gar nicht mehr zur Verfügung stehen, weil der Vorrat verbrannt worden ist.

Der springende Punkt beim CO2-Ausstoss - und das habe ich bisher weder explizit so gehört, gesehen oder gelesen in dier momentanen Diskussion - ist nämlich folgender:

Der CO2-Ausstoss ist direkt proportional zum Verbrauch. Und der Verbrauch widerrum proportional zum Gewicht. Dass heisst, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren müssen die Autos schlicht und einfach leichter werden. Natürlich kann man Motoren effizienter machen und damit leistungsfähiger bei geringerem Verbrauch; aber die letztendliche Quelle des CO2-Ausstosses ist das bewegte Gewicht und das muss gesenkt werden. Damit fallen viele der heutigen Gimmicks erstmal weg - sofern man den CO2-Ausstoss wirklich begrenzen möchte. Das will niemand - noch nicht wirklich zumindestens. Deswegen finde ich die Intiative von Herrn Dimaz genau das richtige Ding zur richtigen Zeit und ich hoffe stark, dass er sich nicht unterkriegen lässt!

Und in punkto Lobby tritt eine Gruppe zwar nicht auf, hat aber meiner Ansicht nach mit Sicherheit massiv ihre Hände in der momentanen Diskussion: Die Benzinversorger. Sinkt der CO2-Ausstoss auf Anordnung der EU tatsächlich von momentan durchschnittlichen (?) 160g/100km auf 120g/km, dann bedeutet das im Endeffekt 25 Prozent weniger Benzinverbrauch und das wird den Unternehmen, die in Europa Treibstoff verkaufen sehr (!) weh tun bei den ohnehin schon geringen Gewinnmargen. Da macht sich ein um ein Viertel gesunkener Benzinverbrauch massiv bemerkbar.

Und der Staat selbst ist natürlich auch von den um 25 Prozent sinkenden Einnahmen aus der Benzinsteuer betroffen und das sind viele Milliarden, um die Frau Merkel da anscheinend gerade bangt.

Ich hoffe für die Zukunft der Erde, dass die richtungsgebenden Politiker zusammenhelfen und diese schamlose Verfeuerung der Zukunft der Erde bald zumindestens ein bisschen begrenzen.

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abgelegt unter Politik
6.2.07 21:02


Automobilindustrie und C02-Ausstoss

Mit Bezug auf das Bestreben der EU-Kommission den Höchst-Ausstoss von Autos künftig zu begrenzen, ist die Lobbymaschinerie wieder mal vorbildhaft in Gang gekommen. Zuerst die Chefs der grossen Autokonzerne, die vor dem Verlust zehntausender Arbeitsplätze warnten, dann die Politik, wo zum Beispiel Oettinger eine Lanze gegen einen Höchstausstoss brach - schliesslich kommen aus seinem Ländle ja zwei der Hersteller, die am meisten von so einer Begrenzung betroffen wären.

Und plötzlich ist die Klimakatastrophe kein Thema mehr! Sie wird abgelöst durch eine heraufbeschworene Arbeitsplatzkatasthrophe, an die ich nicht so ganz glauben kann. Natürlich verdienen die deutschen Autohersteller Ihr Geld im Premiumsegment, in dem zur Zeit ein grosser Bestandteil der Kundeninteressen an die Leistung des Motors gekoppelt ist. Wer möchte denn schon eine langsame und schwachbrüstige S-Klasse, mit der man keinen Fiat mehr überholen kann? Auf den ersten Blick ganz einleuchtend.

Aber wenn man sich mal überlegt, ob die Motorleistung wirklich so wichtig ist für selbst für hochklassige Automobile, dann könnte einem der Gedanke kommen, dass es auch mit sehr viel weniger CO2-Ausstoss gehen könnte. Geringeres Gewicht zum Beispiel benötigt weniger Motorleistung und wenn man dann einfach wieder ein paar der hunderte(!) von Motoren weglassen würde, die einen BMW oder Mercedes heute bestücken und mit denen der Kofferraum zugezogen oder der Spiegel verstellt wird, dann bräuchte man nicht so leistungsfähige Batterien, weniger Elektronik, weniger Motoren usw..

In meinen Augen ist es eine ganz grosse Sauerei der Erwärmung des Klimas, das wohl wirklich niemand mehr ernsthaft bestreiten will, gegenüber zu stehen und dann, wenn man selbst ein bisschen (!) was dafür tun kann aufzuheulen und anzufangen zu jammern. Immerhin geht es der EU nicht darum, die Motoren ganz abzuschaffen, sondern darum den CO2-Ausstoss um 25 Prozent zu reduzieren.

Und wäre doch wirklich nicht allzu schwer, denn die Autos müssten im Prinzip nur etwa 25 Prozenz leichter werden, denn der Verbrauch hängt direkt mit dem Gewicht zusammen. Denkt man dann daran, dass die Autos in den letzten Jahren immer schwerer geworden sind aufgrund der vielen vielen Gimmicks, die so verbaut werden, dann kommt man schnell drauf, dass einfach nur jeder auf etwas Luxus verzichten müsste und die EU-Vorgabe wäre problemlos zu erfüllen. Ein Golf I hat damals etwa die Hälfte von dem gewogen, was solch ein Auto heute wiegt. Die Technologien sind längst viel weiter und so liesse sich so ein Auto bei gleicher Leistung, Ausstattung und höherem Komfort vermutlich sogar noch leichter herstellen.

Und da stösst mir die Jammerei wirklich sauer auf. Denn wer will allen Ernstes mehr einen stoppenden Golfstrom, der aufhört, Europa mit warmer Luft zu versorgen, weil das Temperaturgefälle in den Meeren wegen der schmelzenden Pole verschwindet? Wer will noch weniger Wald in Deutschland (der ja eh schon zu 60 Prozent (!) akut gefährdet ist?

Das ist natürlich keineswegs die alleinige Schuld der Autos, aber jeder trägt seinen Teil bei und wenn jeder schreit, wenn er nicht mehr so darf wie bisher, dann bewegt sich gar nichts... deswegen Pfui für Politiker wie Oettinger und die Auto-Lobby! Scheinheilig ist das.

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abgelegt unter Politik
31.1.07 20:41


Der Fall Kurnaz und die Menschlichkeit

Dass (Jetzt)(Noch)-Aussenminister Steinmeier jede Schuld im Fall des in Guantanamo vier Jahre unschuldig eingesessenen Herrn Kurnaz jede Schuld/Verwicklung weit von sich weist, das habe ich erwartet. Ich erwarte allerdings auch beim weiteren Bohren des Untersuchungsausschusses, dass die Herren Schily und Fischer ebenfalls erwähnt werden werden. Ohne die beiden liefen solche Sachen damals sicher nicht.

Ich finde es in diesem Zusammenhang beschämend, wie man unser (noch)-Rechtssystem verkauft; verkauft für politische Kredits oder für Geld. Siehe den jüngsten erfolgreichen Kuhhandel, mit dem sich Herr Hartz so schön aus dem Schlamassel um die unsauberen Machenschaften im VW-Betriebsrat gezogen hat.

Ich möchte echt nicht drüber nachdenken, wann es auch bei uns so weit ist, dass Menschenrechte nichts mehr gelten. Verfahren? Gericht? Neutralität der Justizia? Wer viel Geld hat, dem wird für mein Empfinden deutlich weniger gegen den Karren gefahren, als dem der ausländisches Aussehen (siehe Behandlung von Schwarzen in München), ausländische Interessen (siehe Kurnaz in Afghanistan) oder kein Geld hat.

Schön fand ich daher vorhin in den Nachrichten die Wiedergutmachtung in Höhe von 7 Millionen Dollar, die ein Kanadier erhält, der von den USA nach Syrien verschleppt und dort gefoltert wurde. Das sollten eigentlich alle in Guantanamo festgehaltetenen bekommen.

Auf jeden Fall habe ich den schweren Eindruck, dass Steinmeier ein ganz faules Ei ist (und mit ihm noch einige andere in den Anti-Terror-Kampf verwickelte).

Und ich hoffe inständig, dass ich nie das Visier der Anti-Terror-Schwadronen gerate und dann rucki-zucki in irgendeinem Erdloch im Nahen Osten aufwache.

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27.1.07 22:47


Atomkraft -> die Lobby rührt die Trommel

Neulich wars mein Liebling Utz Claasen, der als erster für sein Unternehmen und dessen Kasse die Werbetrommel gerührt hat, als er verlängerte Laufzeiten für ein im Atomausstieg eigentlich schon als stillzulegend beschlossenes Kraftwerk gefordert hat. "Wegen des Klimaschutzes." Haha. Guter Witz. Dass das Klima nachhaltig geschützt wird durch Atomkraft, das kann man ja in Tschernobyl schön sehen. Dort wird garantiert kein Wald abgeholzt, keine Strassen gebaut, keine Fabriken betrieben und keine Autos bewegt. Hört sich gut an - nur wohnen tut da niemand. Und wer auch immer sagt, dass Atomkraft sicher sei, der stösst bei mir auf Widerstand. Eine Technik, bei der mit einem grossen Rumms unter Umständen ein viele Millionen Menschen dauerhaft ihres Lebensraums beraubt werden, die halte ich für nicht sicher. Dass das mit der Atomkraft längst nicht so reibungslos funktioniert, wie einem das immer suggeriert wird, das sieht man in Schweden deutlich und auch in Deutschland hin und wieder. Klar - ist nix grosses passiert, aber da reicht ja schliesslich auch ein einziges 'gutes' Unglück, um die ganze Sicherheitsrechung zu widerlegen.

Ich bin also dagegen, aber die CDU rührt auch schon wieder kräftig die Lobbylöffel und ich muss sagen, dass mich da die Reaktion von Bundeskanzlerin Angela Merkel sehr gefreut hat, die von einem Atomausstieg (erstmal wohl) nix wissen wollte. Klimaschutz... (für uns vielleicht - für unsere Nachkommen sieht dann die Rechnung ganz anders aus, wenn die verrotteten Atommüllfässer langsam ihren Inhalt abgeben im nächsten oder übernächsten Jahrhundert. Wer da mit Klimaschutz argumentiert, der kann auch gleich das ganze Kyotozeug und das Ölsparen lassen, denn da rummsts richtig auch erst in 50 bis 100 Jahren und so lange gebe ich den russischen Atom-UBooten und ukrainischen Atommeilern auch noch, bis sie fällig sind.

Das Schlimme ist ja, dass ENBW damit einfach nur Geld verdienen will, obwohl der Laden eh schon brummt. Und das finde ich unmoralisch und das passt zum Herrn Claasen, wie für Ihn gemacht.

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8.1.07 19:27


Gazprom, Gas und Schalke

Bin mal gespannt wie souverän der FC Schalke 04 mit der jüngsten Grosstat seines solventen neuen Sponsors Gazprom umgeht. Bei der Bekanntgabe dieses Millionen-Sponsor-Deals waren die Verantwortlichen bei Schalke ja voll des Lobes über ihren neuen Geldgeber - ob das jetzt immer noch so ist, jetzt wo sich der Konzern als Sperrspitze der russischen Regierung präsentiert. Als Sperrspitze in den Bestrebungen die abtrünnigen ehemaligen Sowjet-Republiken wieder auf Linie zu bringen. Just zu Neujahr wurde gestern zwischen Weissrussland und Gazprom ein Abkommen unterzeichnet, nach dem die Gaspreise künftig doppelt so hoch sind und mir drängt sich dabei der Verdacht auf, dass diese Preiserhöhung, der Drohungen über einen kompletten Stopp der Gaslieferungen an Weissrussland vorausgingen, der Versuch ist, über eine wirtschaftliche Hintertür den Einfluss auf die ehemaligen Teile des Sowjetreiches zu erhalten und wieder auszubauen. Und dass ein deutscher Fussballverein so jemanden stolz als Sponsor auf seinem Trikot trägt, während der vormalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder dort im Aufsichtsrat sitzt, das finde ich ziemlich bedenklich. Ich bin der Meinung, dass man abseits aller Bestrebungen Geld zu verdienen auch stets ein bisschen darauf schauen sollte, mit wem man seine Geschäfte macht. Schalke und 'Acker' wurden da in meinen Augen schlecht beraten.

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1.1.07 20:38


Bush, Saddam und die Todesstrafe

Saddam scheint wohl jetzt gehängt worden zu sein und ich muss sagen, dass mich das ganz ordentlich anekelt. In den Nachrichten hiess es gestern, dass die Hinrichtung den irakischen Präsidenten stärken soll und wenn man das in Verbindung bringt mit den politischen Ereignissen und Nachrichten, die in den letzten 3 Wochen aus Amerika vernommen werden konnten, dann stimmt mich das ganz entschieden nachdenklich. Wer profitiert denn davon, wenn die Position des jetzigen irakischen Präsidenten gestärkt wird noch ausser vielleicht der Bevölkerung, die eventuell mehr Ruhe und Frieden bekommt, wenn sie einen starken Präsidenten hat? Yep! Der amerikanischen Präsident. Nun denken wir noch kurz daran, dass auch in Amerika noch höchstrichterlich gemordet wird... die Sache stinkt und ich persönlich glaube nicht, dass es ein guter Start für eine junge Demokratie ist, wenn gleichmal der einstige Machthaber gehängt wird. Das ist barbarisch, grausam und ich finde es zum Kotzen.

Mein Position zur Todesstrafe ist ganz klar: kein Mensch und auch keine von Menschen eingesetzte Institution hat das Recht über anderer Menschen Leben zu richten!

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30.12.06 15:04


Bedenken 4 - Ministerpräsident Oettinger will Handschriften verscherbeln

Sehr schön ist der Kommentar "Kartoffeln von Oettinger" in der SZ Nr.225 auf Seite 4, in dem der Autor so treffend über Baden-Würtembergs Ministerpräsident Oettingers Pläne, von den 4200 teilweise 600 Jahre sorgfältig aufbewahrten Handschriften der Badischen Landesbibliothek 3500 Stück an Privatleute zu verkaufen, um das Schloß Salem finanziell zu sanieren. Da habe ich mehrere Bedenken. 1. Schloß Salem gilt als die private Elite-Schule in Deutschland - komisch, dass man es da nicht schafft die eigenen Finanzen so im Griff zu haben, dass man sein Schloß in Stand halten kann, wenn man gleichzeitig den Anspruch erhebt, die Elite auszubilden... 2. Die Handschriften wurden über Jahrhunderte gepflegt und aufbewahrt und nun sollen sie als Kulturgut einfach so von einem Tag auf den anderen verscheppert werden? Wofür hat man sich da 600 Jahre lang solche Mühe gemacht? 3. Die Handschriften sind momentan für Forschende zugänglich. Wenn sie ersteinmal verkauft sind, dann, sind sie für die Forschung zum Großteil für immer verloren.

Schön hat das der Autor des Kommentars ausgedrückt mit einem schwäbischen Sprichwort:

"Mir brauchet koi Kunscht, mir brauchet Krumbira (Kartoffeln)"


Ich hoffe nur, dass der Protest laut genug bleibt, bis Herrn Oettinger klar wird, was für eine dämliche Idee das ist, Jahrhunderte altes Kulturgut zur Sanierung eines privaten Schloßes zu verkaufen. Das könnte Lobbyismus in klein sein und mich würde in diesem Zusammenhang sehr interessieren, wie Herr Oettinger überhaupt auf so eine Idee kam.

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30.9.06 19:43


Bedenken 2 - der Einfluss der Tabaklobby in der Koalition

Die Tabaklobby ist ja schon unter Schröder gut gewesen in Deutschland. Unter der grossen Koalition funktioniert das immer noch blendend, wie man am Beispiel des gerade beratenen Nichtraucherschutzes sehen kann.

Wörtlich heisst es in dem Artikel (SZ Nr.225, Seite 1, "Erfolg für Tabaklobby"):

Bei dem Spitzengespräch der beiden Fraktionen über einen gemeinsamen Antrag für ein Rauchverbots-Gesetz verhandelten die Teilnehmer entlang einer zweiseitigen Tischvorlange, die wörtlich den "Vorschlägen" des VErbandes der Cigarettenindustrie (VdC) entsprich.


Pfui. Da bin ich froh, dass ich gestern Abend nach 2 rauchfreien Tagen und einer rauchfreien Raucherpause in der Firma noch der starken Versuchung widerstanden habe, am Bahnhof ein Päckchen "für den Feierabend" zu kaufen. Da hilft echt nur Aufhören. Wenn ich sehe, wie engagiert, die Jungs mich bei der Stange halten wollen, dann muss man echt grad Aufhören. Die beste Hilfe beim Aufhören ist nämlich meiner Erfahrung nach ein nicht-rauchendes Umfeld (Firma, Urlaub, Bahnsteig, Zug,...) wenn man schon keinen anderen Menschen rauchen sieht, dann verzichtet sich deutlich leichter. Schlecht für die Tabakindustrie, wenn da immer mehr Menschen drauf kommen. Ich hab Bedenken, wenn ich daran denke, aus welchen Motiven heraus, die Koalition der Tabaklobby gegenüber so zahm ist...

***
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30.9.06 19:35


Bedenken 1 - der Börsengang der Deutschen Bahn und das Schienennetz

Auf Seite 19 der Süddeutschen Nr.225 vom 29.September 2006 steht ein Artikel darüber, dass die Bahnangestellten mit Streiks drohen für den Fall, dass die Deutschen Bahn ohne das Schienennetz an die Börse geht. Ein ganz schlimmer Fall von Lobbyismus würde ich sagen und hoffe, dass sich die Bundesregierung da nicht erspressen lässt und das Schienennetz behält. Ein kurzer Blick nach England sollte eigentlich genügen, um zu wissen, warum. Und wenn nicht, dann ein kurzer Blick auf den Markt für Stromanbieter in Deutschland.

Bezeichnend finde ich nur, dass sich die Bahnangestellten vor den Karren ihres Chefs Mehdorn spannen lassen. Das heisst für mich, dass auch sie die Vorteile für die Bahn und damit für sie selbst deutlich sehen, die aus einem Verbleib des Schienennetzes in der Hand der dann Deutschen Bahn AG erwachsen würden. Spätestens mit dieser Perspektive sollte man um Himmels willen genau das nicht tun. Die werden schon wissen, warum sie gross mit Streiks drohen.

***
abgelegt unter Politik
30.9.06 19:33


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über mich - about me
Ich bin 31 Jahre alt, Langzeitstudent, studiere Maschinenbau und habe soeben meine Diplomarbeit begonnen. Ich interessiere mich sehr für schöne & künstlerische Dinge - sei es Design, Malerei, Photographie oder Architektur. Ich zeichne, photographiere und gestalte selbst, wenn auch nicht oft.

Maschinenbau habe ich eher aus der Erwägung heraus angefangen, dass man als mittelmässiger Künstler wenig bis gar kein Geld, als mittelmässiger Maschinenbauer aber mittelmässig Geld verdient; für Kunst gibt es keine objetiven Kriterien, die einem für eine bestimmte Qualität einen bestimmten Lohn sicherstellen - für Maschinenbau sehr viel eher.

Auch wenn es sich vielleicht komisch anhört, kommt mir die Anonymität dieses Blogs sehr gelegen, denn sie erlaubt es mir, relativ frei zu schreiben und mit diesem Blog vielleicht einen kleinen Beitrag zum Umdenken auf Gebieten leisten zu können, die mir in unserer Gesellschaft wichtig sind.

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