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Automobilindustrie und C02-Ausstoss

Mit Bezug auf das Bestreben der EU-Kommission den Höchst-Ausstoss von Autos künftig zu begrenzen, ist die Lobbymaschinerie wieder mal vorbildhaft in Gang gekommen. Zuerst die Chefs der grossen Autokonzerne, die vor dem Verlust zehntausender Arbeitsplätze warnten, dann die Politik, wo zum Beispiel Oettinger eine Lanze gegen einen Höchstausstoss brach - schliesslich kommen aus seinem Ländle ja zwei der Hersteller, die am meisten von so einer Begrenzung betroffen wären.

Und plötzlich ist die Klimakatastrophe kein Thema mehr! Sie wird abgelöst durch eine heraufbeschworene Arbeitsplatzkatasthrophe, an die ich nicht so ganz glauben kann. Natürlich verdienen die deutschen Autohersteller Ihr Geld im Premiumsegment, in dem zur Zeit ein grosser Bestandteil der Kundeninteressen an die Leistung des Motors gekoppelt ist. Wer möchte denn schon eine langsame und schwachbrüstige S-Klasse, mit der man keinen Fiat mehr überholen kann? Auf den ersten Blick ganz einleuchtend.

Aber wenn man sich mal überlegt, ob die Motorleistung wirklich so wichtig ist für selbst für hochklassige Automobile, dann könnte einem der Gedanke kommen, dass es auch mit sehr viel weniger CO2-Ausstoss gehen könnte. Geringeres Gewicht zum Beispiel benötigt weniger Motorleistung und wenn man dann einfach wieder ein paar der hunderte(!) von Motoren weglassen würde, die einen BMW oder Mercedes heute bestücken und mit denen der Kofferraum zugezogen oder der Spiegel verstellt wird, dann bräuchte man nicht so leistungsfähige Batterien, weniger Elektronik, weniger Motoren usw..

In meinen Augen ist es eine ganz grosse Sauerei der Erwärmung des Klimas, das wohl wirklich niemand mehr ernsthaft bestreiten will, gegenüber zu stehen und dann, wenn man selbst ein bisschen (!) was dafür tun kann aufzuheulen und anzufangen zu jammern. Immerhin geht es der EU nicht darum, die Motoren ganz abzuschaffen, sondern darum den CO2-Ausstoss um 25 Prozent zu reduzieren.

Und wäre doch wirklich nicht allzu schwer, denn die Autos müssten im Prinzip nur etwa 25 Prozenz leichter werden, denn der Verbrauch hängt direkt mit dem Gewicht zusammen. Denkt man dann daran, dass die Autos in den letzten Jahren immer schwerer geworden sind aufgrund der vielen vielen Gimmicks, die so verbaut werden, dann kommt man schnell drauf, dass einfach nur jeder auf etwas Luxus verzichten müsste und die EU-Vorgabe wäre problemlos zu erfüllen. Ein Golf I hat damals etwa die Hälfte von dem gewogen, was solch ein Auto heute wiegt. Die Technologien sind längst viel weiter und so liesse sich so ein Auto bei gleicher Leistung, Ausstattung und höherem Komfort vermutlich sogar noch leichter herstellen.

Und da stösst mir die Jammerei wirklich sauer auf. Denn wer will allen Ernstes mehr einen stoppenden Golfstrom, der aufhört, Europa mit warmer Luft zu versorgen, weil das Temperaturgefälle in den Meeren wegen der schmelzenden Pole verschwindet? Wer will noch weniger Wald in Deutschland (der ja eh schon zu 60 Prozent (!) akut gefährdet ist?

Das ist natürlich keineswegs die alleinige Schuld der Autos, aber jeder trägt seinen Teil bei und wenn jeder schreit, wenn er nicht mehr so darf wie bisher, dann bewegt sich gar nichts... deswegen Pfui für Politiker wie Oettinger und die Auto-Lobby! Scheinheilig ist das.

***
abgelegt unter Politik
31.1.07 20:41
 


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Ich bin 31 Jahre alt, Langzeitstudent, studiere Maschinenbau und habe soeben meine Diplomarbeit begonnen. Ich interessiere mich sehr für schöne & künstlerische Dinge - sei es Design, Malerei, Photographie oder Architektur. Ich zeichne, photographiere und gestalte selbst, wenn auch nicht oft.

Maschinenbau habe ich eher aus der Erwägung heraus angefangen, dass man als mittelmässiger Künstler wenig bis gar kein Geld, als mittelmässiger Maschinenbauer aber mittelmässig Geld verdient; für Kunst gibt es keine objetiven Kriterien, die einem für eine bestimmte Qualität einen bestimmten Lohn sicherstellen - für Maschinenbau sehr viel eher.

Auch wenn es sich vielleicht komisch anhört, kommt mir die Anonymität dieses Blogs sehr gelegen, denn sie erlaubt es mir, relativ frei zu schreiben und mit diesem Blog vielleicht einen kleinen Beitrag zum Umdenken auf Gebieten leisten zu können, die mir in unserer Gesellschaft wichtig sind.

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