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Was Oettinger falsch gemacht hat

Ich werde den Eindruck nicht los, dass viele Leute noch nicht verstanden haben, was Oettinger politisch gesehen falsch gemacht hat bei seiner Rede zu Filbingers Tod. Und zwar ist das meiner Meinung nach folgendes:

Ministerpräsident Oettinger hat schlicht und einfach nicht die politische Befugnis oder - um es anders auszudrücken - nicht die erforderliche Autorität. Er darf nicht entscheiden, ob Filbinger "ein Nationalsozialist war" oder nicht. Das kann er für sich selbst entscheiden, aber er befand und befindet sich nicht in der Lage, die Entscheidung stellvertretend für andere zu treffen.

Das hat er nicht erkannt und das hat ihn fast sein Amt gekostet. Leider haben ihm da seine Parteigenossen der schwäbischen CDU noch viel zu lange das Wort geredet, die wohl auch nicht verstanden haben, warum so ein Aufruhr durch Deutschland ging... Schön, dass dieses Thema in Deutschland noch so wichtig ist. Das macht mir Hoffnung.

***
abgelegt unter Politik
23.4.07 20:40


Wolfgang Schäuble - verbitterter Haudrauf

Wolfgang Schäuble macht mir Angst. Im Gegensatz zum Terror - der macht mir keine Angst.

Jetzt will er auch noch die Unschuldsvermutung abschaffen!!

In meinen Augen ist unser Innenminister ein verbitterter alter Mann, der seit dem Attentat und der daraus verbleibenden Behinderung zu radikal ist, um die Geschicke unseres Staates lenken zu dürfen. Er gehört in Rente, wo er kein Unheil mehr anrichten kann. Dass seine Ziele Unheil sind, das wird ja zum Glück mit einiger Verzögerung auch in der SPD erkannt, so dass ich ein bisschen Hoffnung habe, dass er mit seinen Plänen keinen Erfolg hat - sonst geht's uns nämlich bald wie in Russland, wo ja neulich Kasparov verhaftet wurde, weil er seine Meinung gesagt hat...

'alles nur prophylaktisch...'

Genau die Argumentation ist, wenn es nach Schäuble geht, auch in Deutschland künftig erlaubt, um einen Bürger willkürlich seiner Rechte zu berauben.

'wer weiss, vielleicht hätte er mit der dunklen Tasche ja was schlimmes gemacht - besser wir bringen ihn erstmal in Gewahrsam'

So wird aus einem freien Land ein Polizeistaat - und zwar schneller als man gucken kann!

Pfui!

Deswegen nochmal: Schäuble muss in Rente - und das schnell!

***
abgelegt unter 1984
21.4.07 11:53


Studium: vor-vor-vorletzter Akt

Exmatrikuliert habe ich mich vorhin :-)

fehlen noch:

- Diplomvortrag
- Diplomzeugnis
- Diplomfeier

...und wehmütig ist mir in meiner ehemaligen Studienstadt überhaupt nicht (wie meine Oma vermutet hat)... im Gegenteil: Glücklich zum Platzen!!! :-)))

***
abgelegt zum vor-vor-vorletzten Mal unter Studium
12.4.07 15:46


wenn vom Gehirn ein grosses Stück fehlt

wie bei meinem Vater mittlerweile, dann bleibt das, wie ich jetzt merke, nicht ganz ohne Folgen - leider.

Logik, Erinnerungsvermögen, etc. - alles noch da.

Aber manchmal da schlägt etwas durch, was da vorher nicht war: eine Aggressivität, die schmerzt, wenn man sie spürt. Diskussionen mit ihm waren vorher schon nicht leicht und ich habe immer schwer kämpfen müssen, dass er mir eine Argumentation und die dazugehörende Meinung (oder umgekehrt) nicht schnell und im Ansatz mit einem völlig neuen Gesichtspunkt zerpflückt hat, den ich bis dahin nicht beachtet hatte.

Das geschieht jetzt immer noch, aber auf eine Weise, die mir keinen Spass mehr macht. Manchmal bekomme ich den Eindruck, dass er geradezu fanatisch wird. Sein Ton wird sehr ruppig und seine Worte sind so schneidend und scharf, dass man am liebsten (und besten wahrscheinlich) die Diskussion behutsam auslaufen lässt - was wir im Familienkreis in den letzten Wochen auch gemacht haben.

Dazu kommt ein Bedürfnis nach Ruhe in einem Mass, das vorher nicht so da war. Neulich war da ein bellender Hund auf meinen Vater zugesprungen - freudig und mit wedelndem Schwanz. Worauf mein Vater einen Wut- und Schreianfall bekam, den Hund und die Besitzerin mit harten Worten beschimpft hat. Oder auch die Tatsache, dass er neulich die örtlichen Buben, die am Karfreitag traditionsgemäss mit Ratschen/Rätschen durch den Ort gezogen sind und die Leute um 7 Uhr früh aus dem Bett gelärmt haben, mit einem Geschrei so beschimpft hat, dass sie gleich am nächsten Tag nochmal und früher kamen. Er verlässt das Zimmer, wenn jemand anderes fern sieht, weil ihn der Lärm stört. Er hat panische Angst vor Erkältung und zieht deswegen immer eine Mütze auf - selbst bei 23 Grad wie am Wochenende.

Allerdings macht mir das gerade alles nix und ich bin einfach nur froh, dass er noch nicht tot ist. Meine Oma fragte mich neulich, ob ich da überhaupt noch lachen könnte.

"Kann Dein Vater jetzt überhaupt noch jemals glücklich sein?!?!?"

Ja natürlich. Da hab ich direkt die 5 Stufen der Trauer aus 'Scrubs' übersprungen und bin zur 'acceptance' übergegangen - was anderes bleibt einem gar nicht übrig finde ich - ansonsten trauert man das bisschen Lebenszeit, dass einem mit einem so tot-/krebskranken Vater noch bleibt auch noch weg - zusätzlich zu der Zeit, die einem eh schon unter den Füssen weggezogen wurde, weil er 20 oder sogar 30 Jahre früher stirbt als normal ist.

Weinen muss ich manchmal trotzdem noch - einfach so spontan... versuch' aber nicht so oft an die schlimmen Seiten zu denken...

***
abgelegt unter Leben
12.4.07 15:43


Der neue Kolonialismus von England & USA

Grossbritannien und die USA, falls es jemand noch nicht gemerkt haben sollte, gehen gerade verstärkt einem neuen Kolonialismus nach. Das äussert sich dann zum Beispiel darin, dass neulich ein Mitglied der britischen Regierung (? - wer weiss ich nicht mehr) in der Zeitung mit dem Satz zitiert worden ist, "das britische Militär würde sich schonmal auf einen längeren Einsatz im Irak vorbereiten."

Ganz ehrlich: kann mir mal jemand ernsthaft verraten, was die amerikanischen und englischen Soldaten dort noch verloren haben, im Irak? Die Demokratie in dieses 'gottlose' Land bringe? Von Leuten, die selbst demokratische Grundrechte 'feindlicher Kämpfer' mit den Füssen treten?

Denken die Strategen der beiden Nationen im Ernst, das nimmt ihnen jemand ab, dass sie Heil und Segen in dieses Land bringen wollen?

Jeder neue Tag macht mich aufs neue wütend über diese dreiste Lügnerei und die dreiste Art und Weise sich in einem Land dauerhaft zu installieren, an dessen Bodenschätzen man grosses Interesse hat!

Das Gleiche gilt für den Iran. Da wird dem Iran z.B. in der gestrigen Zeitung 'völkerrechtswidrige' Politik vorgeworfen. Da kommt mir die Galle hoch, wenn ich das von Leuten höre, die gleichzeitig die Verletzungen des Völkerrechts einer Menge anderer 'Vorzeigestaaten' der Globalmacht als deren unantastbares Privatinteresse ansehen (Russland, USA, China, etc.).

Auch wenn ich persönlich keine Lust darauf habe, dass auch noch der Iran mit Atomwaffen ausgestattet ist, stelle ich mir die naheliegende Frage, warum ausgerechnet die Länder, die schon solche Waffen haben, sich anmassen mit dem Finger auf die Länder, die solche Waffen wollen, zu zeigen und zu sagen 'Ihr nicht!' Wo ist der grosse Unterschied? Ich traue der US-amerikanischen Regierung mittlerweile einen Atomschlag zu, wenn ich die Art und Weise miterlebe, mit der sich die Regierung dieses Landes um die Menschenrechte und die politischen Gefplogenheiten schert - nämlich gar nicht in meinen Augen. Gleiches gilt für Russland und China und weitere Staaten.

Und da soll der Iran plötzlich mit gutem Beispiel vorangehen und sowas nicht machen?!?!?

Wenn's nicht so schlimm wäre, würde ich lachen, so absurd ist das.

***
abgelegt unter Politik
12.4.07 15:31


Die Geiseln des Iran & die Geiseln Amerikas

Gestern im lokalen Meinungsmonopolisten der Zeitungen einen Kommentar auf Seite 1 gelesen, in dem das Verhalten des Iran kritisiert wurde. Es sei völkerrechtswidrig, die britischen Soldaten würden ohne diplomatischen Beistand festgehalten usw.

Mein erster Gedanke: das ist doch genau das, was die Bush-Regierung, die momentan für die politischen Geschicke der Vereinigten Staaten von Amerika veranwortlich ist, auch mit den Häftlingen in Guantanamo tut. Heute meldet sich dann auch noch Bush zu Wort und bezeichnet die Leute als Geiseln und hat sicher schon Pläne in der Tasche, um den Iranern mal ordentlich eins auf den Sack zu hauen.

Da ist meine ehrliche und volle Überzeugung: es gibt keinen Unterschied. Das Verhalten der Amerikaner ist eher noch schlimmer, denn sie haben Insassen von Guantanamo sogar noch entführt, um sie gefangen zu setzen; sogar ohne dass diese ihre Hoheitsgebiete verletzt hatten. Der einzige Unterschied liegt in der Selbstdarstellung der Amerikaner bzw. Iraner. Die US-amerikanische Regierung versucht nämlich auch noch den Eindruck zu erwecken, als wäre das alles noch zum Wohl der Erdbevölkerung. Wobei ich das mal gerne mit Bush selbst ausdiskutieren würde, wie es mit der Demokratie und dem Gedanken einer freiheitlichen Gesellschaft vereinbar ist, wenn manchen Menschen ohne Einhaltung der gesellschaftlichen Grundordnung und der Menschenrechte einfach die Freiheit entzogen wird und diese als rechtlose Individuen ihr Dasein in rechtsfreien Gefängnissen fristen.

Alter Satz, der einer der Pfeiler meiner Wertmasstäbe ist und der von meiner Oma stammt:

Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch keinem and'ren zu.

Und das gilt für die Atomwaffen, die Amerika hat und die andere Länder nicht haben sollen (mit welchem Recht wird anderen Ländern eine Technologie verweigert, die man selbst eingesetzt hat und besitzt?). Und das gilt auch für Geiseln und Gefangene, die ohne Rechtsbeistand festgehalten werden (oder wo ist jetzt nochmal - abgesehen von der Definition 'feindlicher Kämpfer' der Regierung Bush - der Unterschied zwischen den britischen Soldaten und den angeblichen Al-Kaida-Kämpfern?).

Wer zweierlei Mass an sich und an andere anlegt, der hat in meinen Augen das Recht zu urteilen verwirkt. Was die Regierung Bush an Rechten und Vorgehensweisen für sich selbst in Anspruch nimmt, das soll sie bitte schön auch allen (!) anderen zugestehen. Sonst sind die Bemühungen um eine Weitergabe der 'Demokratie' und ihrer Werte an andere Länder dieser Erde eine scheinheilige und nutzlose Angelegenheit.

"Wasser predigen und selbst Wein trinken..." (gilt auch für CO2 und so vieles andere; bei dem schönen Wetter habe ich keine Lust habe, das alles aufzuschreiben).

***
abgelegt unter Politik
1.4.07 13:25


Beten tun die Christen

Ich wohne ja bei meiner Oma und mir macht das auch wirklich Spass und ich denke, nicht viele Leute haben heute in Ihrem Leben die Gelegenheit Ihre Grosseltern nicht nur ab und zu auf Besuch kennen zu lernen, sondern so wie ich gerade meine Oma. Es ist schön.

Nicht immer halt, wie das so normal ist im Leben und eine Sache, die mich regelmässig fast die Wand hochtreibt ist das Beten bzw. ihr Christentum. Ich habe nichts gegen das Beten bzw. das Christentum. Wogegen ich aber was habe ist der missionarische Eifer, den viel zu viele Christen an den Tag legen. Ich kann es verkraften, wenn jemand an Gott oder sonstwas glaubt, auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann. Christen dagegen (und da sind sie z.B. den Juden oder den Moslems um Jahrtausende hinterher) können es meiner Erfahrung nach nur schwer akzeptieren, wenn jemand nichts mit Ihrem Glauben anfangen kann.

Und so jemand ist meine Oma. Standardsätze:

"Du wirst auch noch ein guter Christ."

"Ich bring Dir das Gebet bei und dann betest Du jeden Abend, gell!"

usw.

Und jetzt, wo ihr meine Mutter erzählt hat, dass mein Vater den schlimmsten Gehirntumor hat, den es bislang gibt, betet sie lange für sein Gesund-Werden. Darf sie ja, aber mich dann zu drängen, auch für ihn zu beten, das macht mich wütend. Ich will nicht beten. Kein Lust, kein Verständnis dafür. Ich brauch's nicht und wenn jemand anders das braucht - von mir aus. Ich will und brauch es nicht für meinen Seelenfrieden.

Jetzt könnte man einwenden, dass das ja eine alte Frau ist, aber es gibt genug junge Leute, die das auch denken. Erst vor kurzem wieder hat ein Politiker der CDU stolz verkündet, es müssten mehr katholische Kindergärten eröffnet werden, damit den Kindern schon früh die christliche Religion nahe gebracht werden könne. Hallo!?!?!

Wie gesagt: dieser missionarische Eifer, der kotzt mich an!

Hab keine Lust, das Rosenkränze zu beten.

***
abgelegt unter Gesellschaft
29.3.07 20:33


Inner Glow

Vorhin auf dem Nachhauseweg dachte ich mir irgendwann:

"You must look awsome today..."

Nachdem sich in der Firma 3 Frauen mit einem Lächeln nach mir umgedreht haben, ein junges Mädel mir mit einem Lächeln mit dem Fahrrad entgegen gefahren ist und mir dann auch noch ein Mann mit einem Lächeln entgegen kam, scheine ich heute gut auszusehen. Freut mich :-)

Allerdings sehe ich sicher nicht so gut aus, wie die eine Frau bei uns in der Firma, die an manchen Tagen dermassen heiss angezogen ist, dass es mir regelmässig die Schuhe ausszieht und ich so dicke Eier kriege, dass es fast schon weh tut. Heute also kurzer Rock aus diesem leichten flatterigen Stoff, der ein bisschen durchsichtig ist. Dazu Beine und einen Hintern dass es kracht... einfach perfekt und so aufregend, dass es sehr (!) schwer war, ihr nicht allzu auffällig hinterher oder sonstwohin zu schauen. Dazu kommt dann auch noch, dass sie schöne Brüste und ein schönes Lächeln hat und im Prinzip ist einfach alles zu spät bei mir... bin sogar zweimal zum Rauchen, obwohl ich eigentlich gar keine Lust hatte zu rauchen; nur wegen der vagen Hoffnung, ihr nochmal von hinten beim weglaufen zusehen zu können. Sie raucht nämlich relativ viel den Tag über und kommt somit auch öfters in die Raucherecke - allerdings aus einer ganz anderen Abteilung bzw. einem ganz anderen Gebäude, so dass ich nur auf gut Glück losgegangen bin... hat dann auch geklappt :-)))

abgelegt unter Sex
29.3.07 20:22


Das menschliche Gehirn

vorhin mit meinem Vater etwa eine Stunde telefoniert. Faszinierend! Ihm fehlt im Gehirn ein Stück der Grösse einer Mandarine und man merkt es nicht! Er weiss alles, kann alles und ist ganz normal wie immer. Ich habe zwar gelesen, dass solche Eingriffe z.B. aus vorher friedfertigen Menschen aggressive Leute machen können; davon ist bei ihm aber (noch) nichts zu spüren. Irgendwie macht eines das ein bisschen fröhlicher... mich zumindestens. Nichts wäre schlimmer gewesen, als wenn er auf einmal nicht mehr in der Lage gewesen wäre mit mir zu sprechen - und zwar so wie vorher... es gibt noch so viel, was ich mit ihm bereden möchte... so viel, was ich ihm stolz berichten möchte... die Arbeit lenkt mich dabei fast mehr ab, als mir lieb ist.

***
abgelegt unter Leben
18.3.07 20:23


just when You think...

...everything is right, life hits You in the face with its iron fist...


I hope
that I don't wake one day
to realize
that I did not do
what I wanted to

...job hab' ich... das dass nicht alles ist, wurde mir gerade schmerzlich bewusst gemacht... gut, mein Opa starb neulich an Krebs... er war alt... wer nicht alt ist, ist mein Vater... und der hat einen Gehirntumor, wie letzte Woche bei einer Routineuntersuchung festgestellt wurde; Krebs im Endstadium... bei der folgenden Operation wurde ihm ein Stück seines Gehirns in der Grösse einer Mandarine entfernt... der Rest ist verseucht durch weit ausgebreitete Metastasen... Chemotherapie folgt nun... 1 von 2 Patienten überlebt diese Art der Erkrankung... Mein Vater!

Oh wie leer fühlt sich auf einmal mein ganzes Jobgejammer und Studiengejammer an...

nichts ist für immer und schon gar nicht das Leben... werde sehen, dass ich das Zeug, dass ich schon immer tun wollte, auch mache... wer weiss, wie viel Zeit ich dafür habe...

[Nach der Nachricht vom Gehirntumor konnte ich erstmal tagelang nicht aufhören zu heulen... bei jeder Gelegenheit... jetzt Trotz...]

und eines der Dinge sind ein paar lange Gespräche mit meinem Vater... ich hoffe nur, das was jetzt schon in seinem Kopf fehlt, wird das nicht verhindern...

***
abgelegt unter Leben
14.3.07 22:12


Studium (fast) vorbei :-)))

Am Dienstag hab ich endlich (!) meine Diplomarbeit abgegeben. Bis zuletzt daran geschrieben und weil die Zeit nicht mehr reichte, haben mir meine Eltern einen Farb-Tintenstrahldrucker (obwohl ich die Dinger hasse, weil sie so eine Umweltsauerei sind und so teuer) vorbei gebracht und ich hab die letzte Seite um 2 Uhr 30 gedruckt, die letzte CD um 4 Uhr 35 gebrannt und bin um 5 Uhr 45 aufgestanden, hab mich in den Zug gesetzt und bin sie binden gefahren in die Stadt meiner Uni. Dort gleich in den Copyshop, mit meiner Freundin gemütlich zu Mittag gegessen und um halb vier war ich erlöst :-)))

Mann, war das ein geiles Gefühl! Und dann erstmal heim, um zu schlafen. Nach 2 Wochen mit durchschnittlich 5 Stunden Schlaf mit der Tendenz zu immer weniger gegen Ende der 2 Wochen bitter nötig. Ich sah so schlecht aus, wie noch nie vorher - Augenringe und alles...

Heute bin ich im Bezug auf Müdigkeit endlich wieder so halbwegs fit... das Alter :-)

Aber ganz ganz dick: Das ERSTE eigene Geld jemals auf meinem Konto (wenn man mal von den 400-Euro-Job-Entlohnungen absieht und dem Geld, das ich mir früher mit dem Austragen von Zeitungen usw. verdient habe)! So viel Geld hatte ich noch nie auf meinem Konto... ist das geil... selbst wenn's nur die Hälfte von dem ist, was meine ehemaligen Studienkollegen mittlerweile bekommen... für mich ist's so viel, dass ich aus dem Grinsen gar nicht mehr rauskomme :-)))

Bin ich froh, meinen Eltern nun endlich nicht mehr auf der Tasche zu liegen! Jetzt muss ich nur noch auf die Note warten, die mir aber eigentlich grad so wurscht ist wie nochmal was... ab dafür!

***
abgelegt unter Studium
1.3.07 21:57


Lars Behrenroth und Alfred Brendel gut zum Arbeiten

Dicker Tip nur so nebenbei:

http://www.myspace.com/larsbehrenroth

Sehr coole House-Musik. Werd ich mir von meinem ersten Gehalt gönnen :-)))

Ausserdem sehr schön (höre ich immer Nachts beim Arbeiten an der Diplomarbeit):

Die Aufnahmen von Mozarts Klavierkonzerten mit Alfred Brendel, Sir Marriner und dem Orchester von St Martin in the Fields... einfach tolle Musik..

***
abgelegt unter Leben
23.2.07 19:58


Klimawandel... wo sind die absoluten Zahlen?

Was ich jeden Tag von Neuem in der Zeitung vermisse, wenn es um den deutschen Anteil an der anvisierten Reduktion des CO2-Ausstosses europäischer Länder geht, sind absolute Zahlen. Irgendwie stimmt mich das misstrauisch. Jeder Politiker, der sich zugunsten Deutschlands zu diesem Thema äussert, betont, dass Deutschland seinen Co2-Ausstoss seit dem Beschluss um 15 Prozent (in der Grössenordnung liegt das glaube ich) reduziert hat, wohingegen alle anderen Länder seitdem nicht weniger sondern mehr CO2 ausstossen.

Was ich da allerdings gern wissen würde: wie hoch ist denn der gesamte CO2-Ausstoss aller Länder? Denn von einem (im Extremfall) riesigen CO2-Ausstoss aufgrund von katastrophalen Bedingungen in Hinsicht auf Engergieverbrauch kommt man natürlich leichter runter als von einem CO2-Ausstoss, der aus sehr effektiven Produktions- und Lebensbedingungen herrührt.

Das heisst, der CO2-Ausstoss sollte auch mal in Relation zu den länderspezifischen Verhältnissen gesetzt werden und nicht nur die prozentuale Reduktion selbst betrachtet werden. Könnte nämlich sein, dass Deutschland dann auf einmal gar nicht mehr so toll dasteht... das weiss ich nicht, würde es aber gerne in der Zeitung lesen und aus Politikermund hören... bin gespannt, wann das mal jemand sagt.

***
abgelegt unter Politik
22.2.07 17:52


Wow! Schlimmer geht's nimmer...

die letzten Tage jeweils nur 3 bis 4 Stunden geschlafen nachts. Vorher und zwischen den kurzen Schlafpausen an der Diplomarbeit geschrieben.... und tagsüber regulär 8 bis 10 Stunden in der Firma gearbeitet... langsam krieg ich Augenringe und müde bin ich, dass ich 3 Tage durchschlafen könnte. Dienstag gebe ich das Ding ab und Mann-O-Mann freu ich mich auf den Zeitpunkt, wenn das Ding im Institut liegt und nicht mehr auf meiner Seele... leider muss ich noch ganz schön viel dran machen... wie 95 Prozent der Diplomanden halt vermutlich... "Nur ein paar Tage mehr Zeit..."

Aber meine Stimmung ist ziemlich gut gerade... wobei das immer schwankt zwischen super-hoch und ziemlich tief... je nachdem welche Seite der Arbeit ich mir gerade ansehe. Leider konnte ich, der Fanatiker der schönen Bilder, nicht mehr viele schöne Bilder unterbringen, weil ich nicht mehr dazugekommen bin, schöne Grafiken für die Diplomarbeit zu machen... Dabei finde ich, dass das Details sind, die schön vom Inhalt ablenken und wenn jemand viel Zeit in die Ausarbeitung gesteckt hat, dann wirkt auch der Inhalt gleich ganz anders... auch wenn der Inhalt eigentlich der Masstab sein sollte... für ein Uni-Institut, das ein Logo-Farbkonzept bzw. ein Corporate Design hat vermutlich auch nicht unwichtig...

Bin auf jeden Fall sooo froh, wenn ich fertig bin....

***
abgelegt unter Studium
22.2.07 17:40


Fast fertig...

Nachdem ich ja jetzt schon 2 Wochen arbeite und nur noch 1.5 Wochen Zeit habe für meine Diplomarbeit, werde ich langsam nervös. Auch mit 8 Stunden Arbeitszeit kommt man nämlich nicht immer aus (12 Überstunden bis jetzt) und damit war Abends nicht mehr so viel mit an der Diplomarbeit arbeiten, wie ich mir das vorgestellt hatte. Nachdem ich kurz ausgerechnet hatte, wieviel Zeit mir pro zu korrigierender Seite meiner Diplomarbeit noch bleibt bis zur Abgabe, habe ich die Rechnung lieber schnell wieder vergessen... So wenig Zeit - immerhin wird der Inhalt langsam so, dass ich mich hinterher auch hinstellen kann und gerne sage, dass das von mir ist :-)

Ein bisschen überwältigt war ich am Anfang schon durch den neuen Job. Wenig Zeit und gleichzeitig keinen Masstab dafür zu haben, wie gut man den aufgetragenen Job eigentlich erledigt hat, sind ganz schlechte Voraussetzungen für einen gemütlichen Feierabend... Ansonsten bin ich komplett auf meine Diplomarbeitsabgabe fixiert... Wo ich mir allerdings noch nicht sicher bin, ist die Urheberrechtsfrage. Das mich betreuende Institut möchte nämlich die Rechte an meiner Diplomarbeit übertragen haben und in der offiziellen Anleitung für Diplomarbeiten, die meine Uni veröffentlicht hat, steht ganz klar, dass man als Diplomarbeiter die Rechte an der Arbeit hat und sie zwar übertragen kann, aber nicht muss. Und jetzt bin ich etwas nervös, ob sie die Arbeit überhaupt annehmen, wenn ich die Rechte nicht übertragen will... Mal sehen, wie ich das mache.

***
abgelegt unter Studium
18.2.07 18:37


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über mich - about me
Ich bin 31 Jahre alt, Langzeitstudent, studiere Maschinenbau und habe soeben meine Diplomarbeit begonnen. Ich interessiere mich sehr für schöne & künstlerische Dinge - sei es Design, Malerei, Photographie oder Architektur. Ich zeichne, photographiere und gestalte selbst, wenn auch nicht oft.

Maschinenbau habe ich eher aus der Erwägung heraus angefangen, dass man als mittelmässiger Künstler wenig bis gar kein Geld, als mittelmässiger Maschinenbauer aber mittelmässig Geld verdient; für Kunst gibt es keine objetiven Kriterien, die einem für eine bestimmte Qualität einen bestimmten Lohn sicherstellen - für Maschinenbau sehr viel eher.

Auch wenn es sich vielleicht komisch anhört, kommt mir die Anonymität dieses Blogs sehr gelegen, denn sie erlaubt es mir, relativ frei zu schreiben und mit diesem Blog vielleicht einen kleinen Beitrag zum Umdenken auf Gebieten leisten zu können, die mir in unserer Gesellschaft wichtig sind.

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